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Zahnerhalt in der Praxis Dr. Sharif-Pedack

„Unter Sicht statt nach Gefühl.“

Aufbereitung am Mikroskop

Was bei einer Wurzelbehandlung passiert

Was sichtbar ist, lässt sich reinigen.

Ist der Nerv im Zahn entzündet oder abgestorben, muss das Gewebe aus den Wurzelkanälen entfernt werden. Genau deshalb arbeiten wir unter dem Operationsmikroskop: Was übersehen wird, entzündet sich wieder.

Die Kanäle
Teils feiner als ein Zehntelmillimeter, verzweigt und gekrümmt — mit bloßem Auge nicht vollständig zu sehen.
Das Mikroskop
Ein Backenzahn hat oft vier Kanäle, manchmal fünf. Der vierte wird ohne Vergrößerung häufig übersehen.
Die Sitzungen
Meist zwei bis drei. Zwischen den Sitzungen liegt eine medikamentöse Einlage im Kanal, die Zeit braucht.
Die Betäubung
Örtlich, auf Wunsch computergesteuert: Die Kanüle trifft dann auf bereits betäubtes Gewebe.
Erhalten oder ziehen — wie wir abwägen

Der Ablauf

  1. 01

    Betäubung und Kofferdam

    Örtlich betäubt, auf Wunsch computergesteuert. Ein Spanngummi trennt den Zahn vom Mundraum.

  2. 02

    Aufbereitung

    Die Kanäle werden unter dem Mikroskop gereinigt und geformt.

  3. 03

    Desinfektion

    Mit dem Laser, um die Keimzahl zu senken.

  4. 04

    Füllung

    Der Kanal wird dicht verschlossen, der Zahn versorgt.

Die Wurzelkanäle verlaufen vom Zahninneren bis zur Wurzelspitze.

Warum das Mikroskop den Unterschied macht

Ein Backenzahn hat oft vier Kanäle, manchmal fünf. Der vierte wird ohne Vergrößerung häufig übersehen — und ist dann der Grund, warum eine Wurzelbehandlung Jahre später erneut nötig wird.

Operationsmikroskop

Carl Zeiss. Aufbereitung unter Sicht statt nach Gefühl.

Weniger Revisionen

Diodenlaser

Desinfektion der Kanäle nach der Aufbereitung.

Weniger Re-Infektionen

Kofferdam

Ein Spanngummi hält Speichel und Keime draußen, Spüllösung drinnen.

Steriles Arbeitsfeld

Elektronische Längenmessung

Zeigt auf den Zehntelmillimeter, wo der Kanal endet.

Keine Unter- oder Überfüllung

Warum der Aufwand

Weshalb sich viele für den eigenen Zahn entscheiden

Ein Zahn lässt sich ersetzen. Aber jeder Ersatz ist ein Kompromiss — und die Entscheidung dagegen fällt meist aus vier Gründen.

Wenn ein Zahn nicht zu halten ist, sprechen wir über den Ersatz — Zahnersatz an einem Tag.

Dr. Sharif-Pedack im Gespräch mit einer Patientin

„Wir hören auf, sobald Sie es sagen.“

Nicht nach dem nächsten Schritt

Wenn Sie unsicher sind

In erfahrenen Händen, in Ihrem Tempo.

Beide Zahnärztinnen haben eine Zusatzausbildung in Endodontie — Zahnärztekammer Hamburg, 2009 und 2016 — und behandeln seit über zehn Jahren. Ein Wurzelkanal ist Millimeterarbeit, und Millimeterarbeit gelingt nur in Ruhe. Deshalb planen wir Zeit ein, statt zu takten.

Das Tempo
Sie hören vorher, was kommt. Sie heben die Hand, wenn Sie eine Pause brauchen.
Die Betäubung
Standard ist die örtliche Betäubung. Wer möchte, wählt die computergesteuerte: eine sehr feine Kanüle, das Mittel fließt ihr voraus, der Rechner regelt Druck und Menge laufend nach.
Die Kanüle
Trifft auf bereits betäubtes Gewebe. Nur der Zahn wird taub, nicht Lippe, Zunge oder Wange. Die Wirkung setzt sofort ein, und es wird weniger Mittel gebraucht.
Die Kosten
Die computergesteuerte Betäubung ist eine Wahlleistung auf Wunsch und wird gesondert berechnet.
Erster Termin ohne Behandlung — nur reden

Kosten

Die Kasse zahlt das Notwendige, das Mikroskop überschreitet es.

Die Versorgung muss »ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich« sein und darf »das Maß des Notwendigen nicht überschreiten«.§ 12 Sozialgesetzbuch V

Das ist kein Vorwurf an die Krankenkasse. Es ist ihr gesetzlicher Auftrag. »Ausreichend« ist im Zeugnis eine Vier — und genau dieser Maßstab gilt auch für die Wurzelbehandlung.

Die Aufbereitung unter dem Operationsmikroskop überschreitet dieses Maß. Deshalb ist sie keine Kassenleistung, auch nicht für gesetzlich Versicherte. Es bleibt ein Eigenanteil, und seine Höhe steht nicht vorher fest: Sie hängt vom Befund ab — wie viele Kanäle betroffen sind, wie sie verlaufen, ob der Zahn schon einmal behandelt wurde.

Ob Ihnen der eigene Zahn diesen Anteil wert ist, entscheiden Sie. Wir rechnen nichts ab, das Sie nicht vorher gesehen haben: Sie bekommen einen Heil- und Kostenplan mit dem Betrag, bevor die Behandlung beginnt.

Heil- und Kostenplan — was darin steht

Häufige Fragen

Zur Wurzelbehandlung

Tut eine Wurzelbehandlung weh?

Der Zahn wird vorher örtlich betäubt, während der Behandlung spüren Sie in aller Regel nichts. Unangenehm ist meist der Zustand davor, nicht der Eingriff. Schmerzfreiheit kann Ihnen niemand versprechen, sanft arbeiten schon.

Was ist ein Kofferdam?

Ein dünnes Spanngummi, das nur den behandelten Zahn freilässt. Es hält Speichel und Keime draußen und die Spüllösung drinnen. Ohne Kofferdam lässt sich eine Wurzelbehandlung nicht steril durchführen.

Wie lange hält der Zahn danach?

Ein sauber aufbereiteter und dicht gefüllter Zahn hält in vielen Fällen jahrzehntelang. Entscheidend sind die Vollständigkeit der Aufbereitung und die anschließende Versorgung — ein wurzelbehandelter Zahn braucht häufig eine Krone oder Teilkrone.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

In der Regel zwei bis drei. Zwischen den Sitzungen liegt eine medikamentöse Einlage im Kanal, die Zeit braucht — deshalb lässt sich eine Wurzelbehandlung nicht sinnvoll an einem Tag erledigen.

Zahlt die Krankenkasse das?

Die Behandlung unter dem Mikroskop ist keine Kassenleistung. Sie zahlen einen Eigenanteil, dessen Höhe vom Befund abhängt — vor allem davon, wie viele Wurzelkanäle betroffen sind und wie aufwendig die Aufbereitung ist. Den Betrag bekommen Sie vorher schriftlich.

Erhalten oder ziehen — was ist besser?

In den meisten Fällen der eigene Zahn. Er hält den Knochen, die Nachbarzähne und den Biss. Wenn ein Zahn nicht zu halten ist, sagen wir das sofort — und Sie wissen im selben Gespräch, wie es weitergeht.

Dr. Sharif-Pedack und Dr. Metz

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Dr. med. dent. Mona Sharif-Pedack
Fachlich geprüft vonDr. med. dent. Mona Sharif-PedackZuletzt aktualisiert im August 2026 · Mehr über die Praxis

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